Laut Engadget haben zwei Mitglieder des Senats kürzlich einen neuen Gesetzentwurf eingebracht, der darauf abzielt, die Privatsphäre und Sicherheit von Kindern in sozialen Medien zu erhöhen.
Die Senatoren Marsha Blackburn und Richard Blumenthal sind die Verfasser des Gesetzentwurfs und nennen ihn „Kids Online Safety Act“ (KOSA). Der Gesetzentwurf enthält auch Richtlinien für soziale Plattformen, um die Anzeige von Inhalten zu reduzieren, die für Kinder schädlich sind.
Der Gesetzentwurf enthält drei grundlegende Vorschläge. Erstens sollten soziale Plattformen Nutzern unter 16 Jahren den Schutz ihrer Daten ermöglichen. Auch süchtig machende Funktionen sollten entfernt und algorithmenbasierte Empfehlungen abgeschafft werden.
In einem anderen Teil des Gesetzentwurfs heißt es, dass „stärkste Einstellungen“ standardmäßig aktiviert sein sollten und den Eltern mehr Kontroll- und Überwachungsfunktionen zur Verfügung stehen sollten.
Auch der Kontakt von Kindern mit schädlichen Inhalten in sozialen Medien, einschließlich Selbstverletzung, Essstörungen, sexueller Ausbeutung und Alkohol, sollte minimiert werden. Darüber hinaus müssen soziale Plattformen jährlich ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Bestimmungen von KOSA evaluieren.
Der neue Gesetzentwurf des Senats legt neue Regeln und Richtlinien für soziale Netzwerke fest
Das ist ein absolut großartiger Schritt des US-Senats. Es ist jedoch eine Herausforderung, soziale Plattformen zur Implementierung von KOSA zu zwingen. Der Gesetzentwurf verpflichtet diese Plattformen auch dazu, „kritische Datensätze“ für akademische und öffentliche Forscher bereitzustellen, die sich mit der Kindersicherheit befassen möchten.
Der Schutz von Kindern in sozialen Medien war schon immer ein umstrittenes Thema zwischen dem Senat und den Social-Tech-Giganten. Facebook, jetzt Meta, stand an vorderster Front der Kritik am Kinderschutz. Kürzlich wurde außerdem bekannt, dass das Unternehmen gelogen hat, was die Werbung angeht, die sich an Jugendliche richtet.
Der Senat hat Meta aufgefordert, die algorithmische Klassifizierung zu beenden, seine Untersuchung einzuleiten und Abschnitt 230 des Communications Decency Act zu ändern, um eine größere Rechenschaftspflicht zu gewährleisten. Unternehmensvertreter wurden sogar zu Anhörungssitzungen eingeladen und zu ihrem Vorgehen befragt.
Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kindern in sozialen Netzwerken veranlassten das zu Meta gehörende Unternehmen Instagram, eine neue App speziell für Kinder einzuführen. Der Plan wurde jedoch aufgrund von Datenschutzbedenken von Kritikern gestoppt. Mehrere US-Bundesstaaten haben ebenfalls mit der Untersuchung der Praktiken von Instagram begonnen.
Der KOSA-Gesetzentwurf wurde gerade dem Senat vorgelegt und muss auf die Zustimmung der Senatoren warten. Dann kann es Gesetz werden und danach wird der Senat mit sozialen Plattformen vor der Herausforderung stehen, die KOSA-Richtlinien umzusetzen.
