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Das US-Handelsministerium geht davon aus, dass die weltweite Chipknappheit noch nicht vorbei ist

Der weltweite Chipmangel hat im vergangenen Jahr mehrere Branchen dezimiert. Nach Angaben des US-Handelsministeriums könnte die Krise noch mindestens bis zur zweiten Jahreshälfte andauern.

Die Agentur veröffentlichte einen detaillierten Bericht über die Halbleiterlieferkette, über den die Washington Post und Bloomberg (über Engadget) berichteten. „Wir sind mit den Lieferkettenproblemen noch nicht einmal annähernd über den Berg“, sagte Handelsministerin Gina Raimondo.

Während das Problem die Technologiebranche massenhaft getroffen hat, trifft es laut Bericht besonders hart Autohersteller, Breitbandanbieter und Hersteller medizinischer Geräte. Im Detail heißt es in dem Bericht, dass der durchschnittliche Chipbestand eines Kundenunternehmens von 40 Tagen im Jahr 2019 auf weniger als fünf Tage im Jahr 2021 gesunken sei.

Das Handelsministerium sagte, private Unternehmen seien „besser positioniert“, um mit der Krise umzugehen

Unterdessen soll die Nachfrage im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um rund 17 % gestiegen sein. Der Bericht der Agentur stellte Daten aus einer Vielzahl von Quellen zusammen, darunter alle großen Halbleiterhersteller und Unternehmen aus anderen Branchen.

Die Agentur betonte, dass die etwa einwöchige Störung eine ganze Fabrik in den Vereinigten Staaten lahmlegen könnte. Obwohl es Vorwürfe wegen Hortung gab, fand der Bericht keine Hinweise darauf, dass Hortung zu den aktuellen Problemen in der Lieferkette führte.

Abschließend kommt das Handelsministerium zu dem Schluss, dass die US-Regierung nicht in der Lage ist, die Knappheit zu beenden. Stattdessen sagte die Agentur, dass private Hersteller „besser positioniert“ seien, um das Problem anzugehen, indem sie effiziente Designs entwickeln, die Produktion steigern und die Auswirkungen auf ihre jeweiligen Lieferketten verringern.

An diesem Punkt ist klar, dass die Lieferkettenkrise nicht durch die Bemühungen eines einzelnen Unternehmens abgebaut werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass Regierungen und Großkonzerne in dieser Hinsicht bislang machtlos sind.

Simon Segars, Vorstandsvorsitzender von Arm, sagte im November, dass die Chipknappheit bis Ende 2022 andauern könnte. Segars nannte dies die „extremste“ Lieferkettenknappheit, die es je gegeben habe. Er fuhr fort, dass „der bloße Bau von Fabriken“ das Problem nicht lösen werde.

Die Mobilfunkbranche stand aufgrund der Halbleiterknappheit vor vielen Herausforderungen. Entscheidend ist, dass Unternehmen wie Samsung und OnePlus die Markteinführung ihrer Smartphones aufgrund von Chip-Knappheit verschoben haben.