Imran Riaz Khan, der am Wochenende seinen Job als Moderator beim pakistanischen Sender Samaa TV verlor, reiht sich in die wachsende Liste pakistanischer Journalisten ein, die aufgrund der politischen Instabilität im Land ihren Job verloren haben.
Wenn es um die Berichterstattung über herausfordernde Themen rund um die pakistanische Regierung oder das mächtige Militär des Landes geht, gibt es nur einen Sender, der die Stummschalttaste nicht nutzt: YouTube. In der 74-jährigen Geschichte Pakistans entwickelt sich der Video-Sharing-Social-Media-Riese zunehmend zur bevorzugten Plattform für Journalisten, die unter Medienrepression leiden.
Glücklicherweise verfügt Riaz Khan über einen YouTube-Kanal mit 2,6 Millionen Abonnenten, auf den er zurückgreifen kann.
In einem am 12. April veröffentlichten Video beschuldigte Riaz Khan die neue Regierung, mit seiner Verhaftung gedroht zu haben, und sagte:
E-Mails an die PML-N, die Regierungspartei der neuen Regierung, wurden als unzustellbar zurückgesendet. Versuche, über soziale Medien mit der Partei in Kontakt zu treten, blieben erfolglos.
In Pakistans turbulenter Medienwelt bedeutet eine neue Regierung Aufruhr. Als Premierminister Imran Khan, ein charismatischer ehemaliger Cricketspieler, von der Opposition gestürzt wurde, wurden daraufhin Riaz Khan und andere Moderatoren, die ihn unterstützt hatten, entlassen. Anstatt ihre Lebensläufe zu entstauben, nutzen pakistanische Fernsehjournalisten YouTube und andere Online-Kanäle, um die boomenden Internetnutzer des Landes zu erreichen.
Pakistanische Journalisten nutzen das Internet, um ein Publikum zu erreichen, nachdem sie bei der Regierung in Ungnade gefallen sind.
