Die Bevölkerung von Mond und Mars könnte durch das Blut, den Schweiß und die Tränen der Pionier-Astronauten wachsen.
Der Transport eines einzelnen Steins in den Weltraum könnte mehr als eine Million Dollar kosten, was den möglichen Bau von Kolonien außerhalb der Welt teuer erscheinen lässt. Wissenschaftler der Universität Manchester haben ein betonähnliches Material geformt, das eine Mischung aus synthetischem Regolith vom Mars oder vom Mond, einem im menschlichen Blut vorkommenden Protein und einer Verbindung, die in Urin, Schweiß und Tränen vorkommt, enthält. Menschen als mögliche Lösung für dieses Problem. Problem.
Diese Biokompositmaterialien sind erheblich stärker als herkömmlicher Beton und können zum Bau von Strukturen auf fernen Planeten verwendet werden, vorausgesetzt, Astronauten melden sich freiwillig als Blutbeutel.
„Wissenschaftler haben versucht, praktikable Technologien zu entwickeln, um betonähnliche Materialien auf der Marsoberfläche herzustellen, aber wir haben nie darüber nachgedacht, dass die Antwort schon immer in uns liegen könnte“, sagte der Materialingenieur Aled Roberts von der University of Manchester VEREINIGTES KÖNIGREICH.
Aktuellen Daten zufolge kostet jedes Kilogramm, das bei einem Raketenstart dabei ist, mindestens 1.500 US-Dollar, ganz zu schweigen von den Kosten für den Transport dorthin. Untersuchungen aus dem Jahr 2017 zufolge könnte der Versand eines einzelnen Ziegelsteins zum Mars bis zu 2 Millionen US-Dollar kosten. Daher ist es von Vorteil, wenn wir mit den derzeit verfügbaren Ressourcen Strukturen aufbauen können.
Experimente mit Regolith-Simulatoren für Mond und Mars haben gezeigt, dass diese als Baumaterialien verwendet werden können. Sie müssen sie jedoch trotzdem zusammenkleben, wobei der menschliche Körper nützlich sein kann.
Letztes Jahr entdeckte ein internationales Wissenschaftlerteam, dass Harnstoff dabei hilft, Beton plastifiziert zu machen, wodurch er flexibler wird und mechanische Belastungen schlechter übersteht. Roberts und seine Kollegen sind jedoch noch weiter gegangen. AstroCrete ist ein Beton, der durch ein Protein namens Albumin zusammengehalten wird, das im menschlichen Blutplasma vorkommt. Das Team verwendete Albumin, um mithilfe einer einfachen Herstellungstechnik außerirdische Regolith-Biokomposite herzustellen.
Auch synthetische Spinnenseide und Rinderserumalbumin, die beide auf dem Mars vorkommen, wurden getestet und für wirksam befunden. Dem Papier des Teams zufolge würde die erste Versorgung mit Blutproteinen von Astronauten stammen.
„Im Wesentlichen könnte menschliches Serumalbumin, das von Astronauten in vivo produziert wird, halbkontinuierlich extrahiert und mit Mond- oder Mars-Regolith kombiniert werden, um ‚Stein aus Blut zu gewinnen‘, um das Sprichwort neu zu formulieren“, schrieben die Forscher.
Sechs Menschen könnten genug Albumin spenden, um in zwei Jahren 500 Kilogramm AstroCrete zu produzieren. Nach Schätzungen der Forscher würde die Spende jedes Besatzungsmitglieds genügend Baumaterial liefern, um den Lebensraum für die Unterbringung dieser Person zu erweitern.
„Wir glauben, dass außerirdische Regolith-Biokomposite aus menschlichem Serumalbumin eine wichtige Rolle in einer entstehenden Marskolonie spielen könnten“, schrieben die Forscher, „aber irgendwann durch vielseitige Bioreaktoren oder andere Technologien ersetzt werden, wenn sie ausgereift sind.“
Die Forschung wurde veröffentlicht in Materialien heute Bio.
