Schottlands Nordostküste bereitet sich auf den Bau des weltweit ersten großen schwimmenden Windparks vor. Die Farm wird etwa 15 Meilen vor der Küste liegen und über fünf Turbinen verfügen, um insgesamt 20.000 Haushalte mit 30 Megawatt Strom zu versorgen.
Eine der Turbinen ist bereits installiert, die restlichen sind für Ende August geplant.
Leif Delp, Direktor des 190 Millionen Pfund teuren Hywind-Projekts, erklärt die Ziele:
„Um die Machbarkeit zukünftiger kommerzieller Windparks im Versorgungsmaßstab zu demonstrieren.“
Er fügte hinzu:
„Dies wird das globale Marktpotenzial für Offshore-Windkraft weiter erhöhen und dazu beitragen, unser Ziel eines profitablen Wachstums bei erneuerbaren Energien und anderen kohlenstoffarmen Lösungen zu verwirklichen.“
Eine ähnliche schwimmende Turbine ist seit 2009 in Norwegen erfolgreich in Betrieb, sodass die Erfolgsaussichten dieses Projekts recht gut sind.
Jede Turbine dieses Megaprojekts ist 175 m hoch und wiegt 11.500 Tonnen. Sie verwenden eine große Boje, um aufrecht zu bleiben, und verwenden eine neue Rotorblatttechnologie, um verdrehte Rotorblätter herzustellen, um die Auswirkungen von Wind und Strömungen zu reduzieren.
Der schwimmende Windpark wird auf einer Fläche von vier Quadratkilometern basieren, wobei jede Turbine in einer Tiefe zwischen 95 und 120 Metern schwimmt. Doch im Gegensatz zu normalen Turbinen werden schwimmende Turbinen nicht durch Fundamente am Meeresboden befestigt.
Stattdessen werden sie durch lange Festmacherleinen verbunden, die es ermöglichen, sie in Gewässern mit einer Tiefe von bis zu einem Kilometer zu platzieren. Dies verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber herkömmlichen stationären Turbinen, die nur in einer Tiefe von etwa 20–50 m betrieben werden können.
