Das Bundesnachrichtenamt (BfV) wirft den chinesischen Geheimdiensten die Ausspähung vor. Dem BfV zufolge erstellen chinesische Behörden Fake-Profile auf LinkedIn, um Informationen über deutsche Beamte und Politiker zu sammeln. Die Behörde macht die Chinesen dafür verantwortlich, dass sie über das soziale Netzwerk etwa 10.000 Deutsche ins Visier genommen haben, und will sie vermutlich als Informanten rekrutieren.
Das BfV behauptet, dass der chinesische Geheimdienst Intel eine Reihe gefälschter Profile gestartet habe, die angeblich dazu genutzt würden, hochrangige deutsche Regierungsbeamte zu infiltrieren. Hans-Georg Maassen, der Leiter des BfV, hat behauptet, dass als Berater oder Forscher getarnte chinesische Geheimdienstagenten über soziale Medien, insbesondere LinkedIn, daran arbeiten, hochrangige Beamte anzugreifen.
Maaßen sagte: „Dies ist ein breit angelegter Versuch, insbesondere Parlamente, Ministerien und Regierungsbehörden zu unterwandern.“ Infektionen sind schwer zu erkennen, da Netzwerkverbindungen zwischen Dienstanbietern und ihren Kunden nicht verdächtig sind. Dadurch ist der Angreifer noch besser getarnt als zuvor.“
Das BfV fügte hinzu, dass Chinas Intel-Agenturen die Ansätze anderer Organisationen wie Association France Euro-Chine und Global View Strategic Consulting nachahmen. Die Behörden bitten deutsche Nutzer, die glauben, angegriffen oder ins Visier genommen worden zu sein, sich an das BfV zu wenden. Der Hauptgrund zur Sorge der Deutschen ist, dass der chinesische Geheimdienst auf diese Weise hochrangige Politiker als Informanten rekrutiert.
China hat den Vorwurf der Cyberspionage zurückgewiesen und bisher nicht auf die deutschen Vorwürfe reagiert. Es scheint, dass die Chinesen bei Cyberspionage und Online-Diebstahl ganz vorne liegen, da dies nach der Nachricht über einen Geldautomatendiebstahl in Pakistan erfolgt, an dem nachweislich chinesische Staatsbürger beteiligt waren.
