In Kürze werden die Einwohner der Schweiz mehr Drohnen am Himmel sehen, da das Land plant, unbemannte Drohnen in seinen Flugverkehrsmanagementsystemen einzusetzen. Das System verfolgt jede Drohne und registriert alle Bediener, um den Luftraum sicherer zu machen. Skyguide, ein Schweizer Flugsicherungsunternehmen, hat eine Partnerschaft mit AirMap geschlossen. Skyguide wird im Juni mit der Migration seiner Flugverkehrs- und Datenverwaltungsanwendungen auf die Luftraum-Kartierungsplattform von AirMap beginnen.

Diese Bemühungen sind Teil einer großen Initiative, die als U-Raum bekannt ist. Ziel ist es, den sicheren Zugang zum europäischen Luftraum für Millionen von Drohnen und deren Betreibern zu fördern. Neben der Partnerschaft zwischen Skyguide und AirMap umfasst die erste Phase des U-Space die Entwicklung von Diensten, mit denen Drohnen und ihre Betreiber erfasst und identifiziert werden können. Außerdem werden Geofencing-Beschränkungen eingeführt, was bedeutet, dass der Luftraum um und über einigen Gebäuden und Standorten für Drohnen nicht zugänglich ist. Ben Marcus, CEO von AirMap, sagte: „Mit dem Schweizer U-Raum will die Schweiz den Himmel sicher für den Drohnenhandel öffnen. Wir sind stolz darauf, mit Skyguide zusammenzuarbeiten, um AirMap UTM in die Schweiz zu bringen und mehr Piloten, mehr Drohnen und mehr Missionen den Flug nach Europa zu ermöglichen. “
Eines der Ziele von U-Space ist die Integration von Drohnen in das neue Geschäftsmodell. Zunächst ist jedoch ein effektives Managementsystem erforderlich. Das komplette Flugverkehrsmanagementsystem wird die erste Phase des nationalen Einsatzes von U-Space sein. Dieses System wird mit dem von der US-amerikanischen NASA entwickelten unbemannten Verkehrsmanagementsystem verglichen. Es soll auch die Nutzung des Luftraums in geringer Höhe ermöglichen. Das System ist noch weit davon entfernt, vollständig implementiert zu sein und jede Drohne in der Schweiz zu repräsentieren. Derzeit wird es für die „automatisierte Flugautorisierung und Drohnenkatalogisierung“ verwendet.
Der andere U-Space-Betrieb wird voraussichtlich von 2018 bis 2021 in vier verschiedenen Phasen durchgeführt. In Phase 2 werden Flugplanung, Fluggenehmigung und Verfolgung implementiert. Die Phasen 3 und 4 werden komplexere Flugoperationen wie „Unterstützung bei der Konflikterkennung“ und eine größere Autonomie für Drohnen und das U-Space-Management-System aufweisen. Es ist noch nicht klar, wie viele Drohnen und Betreiber am U-Space teilnehmen werden. Die meisten Drohnenbetreiber in der Schweiz sind Amateure und viele werden die Entwicklungen von U-Space ignorieren. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Kosten und Vorschriften, wenn diese Flüge vermarktet werden. Wenn die Schweiz dieses System auf einer Fläche von 16.000 Quadratkilometern implementieren kann, kann dies dazu beitragen, den Einsatz von Drohnen weltweit sicherer zu machen.
