Der gesamte Waschvorgang könnte auf wenige Augenblicke im Sonnenlicht reduziert werden, da diese neue Stoff-Nanotechnologie dies in wenigen Minuten bewerkstelligen kann. Forscher des Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) haben Berichten zufolge einen neuen Baumwollstoff gewebt und ihn mit Nanopartikeln behandelt, die die Textilien selbst reinigen, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Das Nanomaterial ist schon seit längerem im Einsatz, doch Kleidung stellt einen besonderen Einsatz dar, da es bereits über eine dreidimensionale mikroskopische Struktur verfügt und Licht gut absorbieren kann.
Nanostrukturen auf Kupfer- und Silberbasis sind die Hauptantriebskraft dieser Reinigungswirkung. Wenn diese Nanopartikel in ultraviolettes Licht getaucht werden, setzen sie „heiße Elektronen“ frei, die sich an organisches Material binden und es bis zur Unkenntlichkeit abbauen. Eine Frage, die wir uns stellen könnten, ist, dass der menschliche Körper aus organischer Materie besteht. Welche Wirkung haben diese Kleidungsstücke auf den menschlichen Körper, wenn sie in der Sonne getragen werden? Darüber wissen wir nicht viel! Erschwerend kommt hinzu, dass dieser scheinbar gefährliche Stoff kurz vor der Markteinführung steht.
Nun arbeitet das Team daran, die bestmögliche Möglichkeit zu finden, die Nanopartikel industriell machbar und akzeptabel am Stoff zu befestigen. Wir wollen nicht, dass seltsame Modedesigner sich darüber Sorgen machen, nur weil sie mit der Textur oder der Färbung nicht einverstanden sind. Es ist kostenlose Wäsche, Mann!
Frühere Versuche, Kleidung selbst zu reinigen, waren nicht besonders effektiv, da hydrophobe Materialien schnell abgebaut werden, was die Selbstreinigungsfähigkeit der Kleidung einschränkt. Das ist nicht nur eine clevere neue Idee. Es kann möglicherweise den Weg zur Einsparung von Millionen Tonnen kostbaren Wassers auf der ganzen Welt ebnen.
