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EU-Länder wollen Google Analytics wegen DSGVO-Verstößen verbieten

Berichten zufolge droht Google Analytics in einigen EU-Ländern ein Verbot wegen Verstoßes gegen die Regeln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Europäische Union und Google standen in den letzten Jahren im Zentrum vieler Konflikte. Die EU will Googles Aktivitäten auf dem Kontinent regulieren und sein Monopol beenden. In einem der jüngsten Fälle fordert Italien seine Webmaster auf, Google Analytics aufzugeben und auf andere Dienste umzusteigen.

Google Analytics ermöglicht Webmastern die Verfolgung und Analyse ihres Website-Verkehrs und ist für diesen Zweck der weltweit beliebteste Dienst. Laut Italien verstößt die Art und Weise, wie Google Analytics Daten verarbeitet, gegen die DSGVO.

Die Regierung behauptet, dass Analytics Benutzerdaten, einschließlich IP-Adressen, sammelt und an die Heimatstadt der Vereinigten Staaten übermittelt. Da europäische Nutzerdaten in die USA übermittelt werden, können diese Daten von der Regierung oder anderen beteiligten Dritten eingesehen werden. Dies könnte ein Beispiel für einen Verstoß gegen die DSGVO sein.

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat dem nationalen Webdienstleister Caffeina Media eine 90-tägige Frist zur Beendigung seiner Zusammenarbeit mit Google Analytics gesetzt.

Die EU äußert Bedenken hinsichtlich der Datenverarbeitungsmethoden von Google Analytics

Natürlich ist Italien nicht das erste europäische Land, das Google die Schuld gibt und seinen Webmaster zum Umzug auffordert. Zuvor hatten Österreich und Frankreich ähnliche Bedenken hinsichtlich Analytics geäußert.

Bereits im Februar warnte die französische Nationale Kommission für Freiheit der Freiheit (CNIL) vor den Datenpraktiken von Google Analytics und sagte, dass die Verwendung des Tools gegen EU-Gesetze verstoßen könnte. Auch die österreichische Datenschutzbehörde gab im Januar eine ähnliche Entscheidung bekannt.

Auch die Bemühungen von Google, diese Entscheidungen anzufechten und zu überprüfen, waren erfolglos. Google konnte EU-Beamten nicht nachweisen, dass europäische Nutzerdaten vor der Übermittlung an Server in den USA anonymisiert wurden. Außerdem verfügt Google selbst über die Verschlüsselungsschlüssel.

Um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen, hat Google beschlossen, seine Universal Analytics-Plattform abzuschalten. Darüber hinaus versuchte das Unternehmen, neue Web-Tracker zu entwickeln. In Google Analytics 4 hat Google sogar versucht, die Tracking-Aktivitäten einzuschränken. Allerdings basieren seine Methoden immer noch stark auf der Erhebung von Benutzerdaten und es ist unwahrscheinlich, dass sie das Vertrauen der EU-Beamten gewinnen.

Selbst in den USA gibt es viele Bedenken hinsichtlich der Datenpraktiken von Google. US-Senatoren haben die FTC kürzlich gebeten, die Aktivitäten von Google und Apple bei der Erhebung von Nutzerdaten zu untersuchen.